Pflege 2009 - hat jemand gute Vorsätze?
In der Post der Kanzlei liegt eine Todesanzeige. Der 46jährige, schwerstpflegebedürftige Mandant ist kurz vor Weihnachten gestorben. Drei Tage zuvor hatten wir noch Termin vor dem Sozialgericht. Seine Klage richtete sich gegen das Sozialamt, das ihm die seit langem begehrte Aufstockung der Pflege von 12 auf 16 Stunden am Tag nicht bewilligen wollte. Der Mandant konnte kein Glas hochheben und nicht einmal die Fernbedienung selbstständig bedienen. 12 Stunden alleine, bewegungslos im Bett liegen fand das Sozialamt nicht unangemessen. Sonst, so hieß es, müsse er halt ins Heim gehen. “Gekämpft - Gehofft - Erlöst” hat die Familie die Todesanzeige überschrieben. Erlöst - wovon? Auf jeden Fall wohl von seinem individuellen Pflegenotstand.
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Tags: Fernbedienung, Heim, Kanzlei, Pflegenotstand, Sozialgericht, Thema Pflege, Todesanzeige
01. Februar 2009 um 12:05
Dieser Beitrag macht betroffen.
Aber wie betroffen sind wir persönlich, wenn uns selbst erwischt?
Es zeigt sich, und da gibt es keine gültige “Einzelfalltheorie” mehr, mehr denn je, dass man gegen den behördenwahsinn und gegen das “mauern” und den justizablen “unter den teppich kehren” praktiken selbst in kreisen der rechtspflege keine handhabe mehr hat.
In eigner erfahrung umgekehrter thematik (mutter in einem hh’er drk-pflegeheim) habe ich ebenfalls kathastrophale pflegemängel i.V.m. rechtsverletzungen abgründiger, abnormer bisweilen extrem perfider natur - und so wie es hier in deutschland und zurzeit wohl als “buisiness as usual” ausschaut - erfahren müssen.
Egal wie ein “Konflikt/Streit” mit
a.sozialamt
b.pflegekasse
c.heimen
d.heimaufsichten
e.MdK’s
f.vormundschafts´- bzw. betreuungsgerichten
g.rentenkasse
etc. pp. entsteht:
1. es geht immer ums Geld,
2. es geht immer ums “bessere” Recht haben der jeweiligen INSIDER,
3. Behörden, Ämter, Justiz, Rechtsanwälte haben immer recht - auch wenn sie kein Recht haben - unrechtsbewustsein fehlanzeige -
4. es gibt keine wirkliche Lobby für die “entrechteten”
5. mit der zeit wird alles unter den teppich gekehrt und schnitt im eher wirtschaftsrechtlichen sinne gemacht, als die gemachten fehler zu ahnden oder wieder gut zu machen.
wo bleibt der mensch?
wo bleibt seine würde?
wieviel negative energie, zeit und geld wird da verbraten um diese katastrophalen zustände am laufen zu halten?
Ich glaube nicht - das der deutsche staat - seinen
seinen anspruch auf eine gut funktionierende “rechtsstaalichkeit” überhaupt noch ernsthaft begründen kann.
Zuviel der Skandale!
Zuviel der Gier und Maßlosigkeit!
Zuviel der Vetternwirtschaft!
Zuviel der öffentlichen Gleichgültigkeit!
Zuviel der bewussten Rechtsbeugung!
Zuviel der zielgerichteten Existenzvernichtungsbürokratie an der eigenen Population sowie auf Grundlage der zumeist überflüssigen Kommissionen aus den Jahren 2002-2005
(Rie..,Rür…,Har… & Cons.)
Nun denn, die Taschen sind voll, die Schäfchen im Trockenen
und der ruhigere Aufsichtsratposten hat eh schon gerufen.
Bleiben Sie tapfer - es kann nur noch schlimmer kommen!